Trauerfall- und Bestattungsvorsorgen und Sterbegeld…

Es ist ein schwieriges Thema, das Abschiednehmen von unseren Lieben!

Über die Kosten möchte und will man, zu diesem Zeitpunkt nicht nachdenken, aus diesem Grunde ist es wichtig, das vorher in die richtigen Bahnen geleitet zu haben, für einem Selber aber auch für die, die einem Betrauern.

Nachfolgend habe wir ihnen aufgelistet, was es gibt oder wie es sich verhält.

Für jeden sieht es jedoch anders aus, um das zu besprechen und was noch wichtig sein sollte, würden wir gerne in einem persönlichem Gespräch durchsprechen.

Sterbegeld in der gesetzlichen Krankenversicherung

Bis Ende 2003 hat die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beim Tod eines Versicherten an die Hinterbliebenen ein Sterbegeld ausgezahlt. Dieses betrug im Jahr 1998 noch 3.100 Euro. Die Leistungen wurden jedoch nach und nach gekürzt. Im letzten Jahr vor der Abschaffung des Sterbegelds 2004 erhielten die Hinterbliebenen beim Tod eines GKV-Mitglieds 525 Euro, bei Familienversicherten ein halbes Sterbegeld in Höhe von 262,50 Euro. Inzwischen wurde das Sterbegeld jedoch abgeschafft. Das heißt: Die Angehörigen erhalten beim Tod eines lieben Menschen nun keine finanzielle Unterstützung mehr von der Krankenkasse.

Bei Arbeitsunfall oder Berufskrankheit: Sterbegeld aus der Unfallversicherung

Während die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr leistet, zahlt unter Umständen die gesetzliche Unfallversicherung ein Sterbegeld aus. Ein Anspruch auf diese Leistung besteht beispielsweise dann, wenn der Tod infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit eintritt. Die Höhe beträgt ein Siebtel der zum Todeszeitpunkt geltenden Bezugsgröße. Im Jahr 2017 liegt die Bezugsgröße in den alten Bundesländern bei 35.700 Euro, in den neuen Ländern bei 31.920 Euro. Das Sterbegeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt also 5.100 Euro bzw. 4.560 Euro.

Gesetzliche Rentenversicherung Sterbevierteljahr statt Sterbegeld

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt hingegen kein Bestattungsgeld. Allerdings erhalten die Ehepartner der Verstorbenen im ersten Vierteljahr der Witwen- bzw. Witwerrente die volle Rente des Rentenversicherten ausgezahlt.

Beamtenversorgung und Sterbegeld vom Arbeitgeber

Die Hinterbliebenen von Beamten bzw. Beamten im Ruhestand erhalten einmalig ein Sterbegeld in Höhe der zweifachen Dienstbezüge bzw. des zweifachen Ruhegehaltes. Dies ist in Paragraf 18 des Beamtenversorgungsgesetzes geregelt.
Einige Arbeitgeber zahlen darüber hinaus freiwillig ein Totengeld, wenn ein Mitarbeiter verstirbt. Dies ist dann entweder im Tarif- oder im Arbeitsvertrag geregelt. Auch in welcher Höhe das Sterbegeld gezahlt wird, ist hierbei schriftlich festgehalten.

Privates Sterbegeld mit einer Sterbegeldversicherung

Trotz der verschiedenen Regelungen bleiben die Angehörigen häufig ohne ausreichende finanzielle Unterstützung zurück und müssen im schlimmsten Fall bei der Gestaltung der Bestattung Abstriche machen. Wer sowohl die Belastung der Hinterbliebenen verhindern will als auch keine Kompromisse bei der eigenen Beerdigung eingehen möchte, kann mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Diese zahlt bei Tod ein Sterbegeld in vereinbarter Höhe an die Hinterbliebenen aus. In Kombination mit einer Bestattungsverfügung lassen sich eigene Wünsche zur Bestattung im Vorfeld festlegen und die Finanzierung regeln.

Betriebliche Altersversorgung

Der begünstigte Personenkreis im Todesfall des Arbeitnehmers mit betrieblicher Altersversorgung bezieht sich auf den Ehegatten, den Lebenspartner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, kindergeldberechtigte Kinder, den Lebensgefährten und nicht eingetragene Lebenspartner. Diese Personen erhalten die vereinbarungsgemäßen Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung. Soweit eine solche Person nicht zur Verfügung steht, wird das Sterbegeld ausgezahlt. Dies beläuft sich auf bis zu 8.000 €. Das Sterbegeld für Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder wird seit 2008 nicht mehr gezahlt.

Soziales Entschädigungsrecht

Nach dem Bundesversorgungsgesetz und den Gesetzen, die den Leistungskatalog des Bundesversorgungsgesetzes für anwendbar erklären, wird beim Tod von rentenberechtigten Beschädigten unter bestimmten Voraussetzungen ein Sterbegeld im Wesentlichen in Höhe der dreifachen Versorgungsbezüge des Verstorbenen geleistet. Des Weiteren wird beim Tod von versorgungsberechtigten Beschädigten und Hinterbliebenen zur Bestreitung der Bestattungskosten ein Bestattungsgeld gewährt.

Steuerrecht

Private Sterbegeldversicherungen unterliegen als Kapitallebensversicherungen grundsätzlich der Einkommenbesteuerung. Ob Sterbegeldzahlungen aus berufsständischen Versorgungswerken der Einkommensteuer unterliegen, ist derzeit (Stand: Dez/2014) umstritten.

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